Das Wichtigste in Kürze
✓ Eine Coach-Website hat 2026 drei Aufgaben: überzeugen (Conversion), gefunden werden (SEO), von KI-Systemen zitiert werden (GEO). Die meisten erfüllen höchstens eine.
✓ Conversion ist die Basis, und genau hier scheitern die meisten. Besucher zu haben heißt noch nicht, dass sie ein Erstgespräch buchen. Genau das entscheidet aber, ob die Website arbeitet.
✓ Eine gute Coach-Website beginnt bei ca. 3.500 € (wenn Positionierung, Texte und Brand Design stehen). Mit SEO und GEO-Infrastruktur steigt die Investition, aber auch die Wirkung. Die Einordnung steht in der Kosten-Sektion.
Coach-Websites 2026: Nicht mehr Visitenkarte, sondern Infrastruktur
Eine Coach-Website muss 2026 drei Schichten gleichzeitig bedienen: Conversion, SEO und GEO. Die meisten erfüllen nur eine. Webdesign für Coaches heißt heute, alle drei zusammen zu bauen.
Ich, Raphaela Ayriss, baue seit 2018 Websites für Coaches. Die ersten sahen gut aus und hatten ein Kontaktformular. Das reichte. 2023 brauchten sie SEO. 2026 müssen sie drei Dinge gleichzeitig können, und die wenigsten können mehr als eines davon.
Conversion: Die Website überzeugt Besucher, ein Erstgespräch zu buchen. Klare Positionierung, verkaufspsychologisch aufgebaute Texte, eine saubere Nutzerführung. Das ist die Basis, und bei überraschend vielen Coach-Websites schon nicht gegeben.
SEO: Die Website wird bei Google gefunden. Keyword-Strategie, Seitenstruktur, Ladezeit, mobile Optimierung. Die meisten Webdesign-Agenturen für Coaches hören hier auf.
GEO: Die Website wird von KI-Systemen wie ChatGPT und Perplexity als Quelle erkannt und zitiert. Das ist die dritte Schicht, die fast niemand mitdenkt. Sie kommt weiter unten ausführlicher, der ganze Tiefgang steht im GEO-Guide.
Laut Pew Research halbiert sich die Klickrate bei Google nahezu, wenn ein AI Overview erscheint, von 15 % auf 8 %.¹ Die Spielregeln verschieben sich. Aber bevor wir über KI-Sichtbarkeit reden, muss die Website das Grundlegende können: aus Besuchern Anfragen machen. Dort fangen wir an.
Brauchst du als Coach 2026 überhaupt noch eine Website?
Ja, und 2026 mehr denn je. Deine Website ist der einzige Kanal, den du selbst kontrollierst, und der einzige, auf dem du Conversion, SEO und KI-Sichtbarkeit zusammen aufbaust.
Es gibt eine Debatte, die ungefähr alle sechs Wochen auf LinkedIn aufflammt: „Coaches brauchen 2026 keine Website mehr.“ Das Argument: LinkedIn reicht, die Klienten kommen über DMs.
Das Argument hat einen Haken. Mehrere, eigentlich. Deine Website ist der einzige Ort im Netz, der dir gehört. LinkedIn kann morgen seinen Algorithmus ändern, dein Profil drosseln oder Features streichen. Du kontrollierst dort weder die Struktur noch die Sichtbarkeit deiner Inhalte. Deine Website ist Eigentum, alles andere ist Miete.
Dazu kommt: Auf deiner Website entscheidest du, was ein Besucher zuerst sieht, in welcher Reihenfolge er durch deine Argumente läuft und was sein nächster logischer Schritt ist. Auf einer Plattform entscheidet das der Feed. Genau diese Kontrolle ist der Unterschied zwischen einem Profil, das nett aussieht, und einer Seite, die verkauft.
(Falls du gerade über einen „Coaches brauchen keine Website mehr“-Post stolperst: Schau in die Bio der Verfasserin. Da steht ein Website-Link.)
Was eine Coach-Website konvertieren lässt
Genug Besucher zu haben ist die halbe Miete. Die andere Hälfte ist, ob diese Besucher tun, was du willst: ein Erstgespräch buchen, sich eintragen, anfragen. Dafür gibt es eine eigene Disziplin, die Conversion Rate Optimierung, und sie folgt einem Leitsatz, den der Usability-Experte Steve Krug in drei Worte gepackt hat: don’t make me think.
Das ist keine Stilfrage, sondern eine Zeitfrage. Ein Besucher bildet sich seinen ersten Eindruck in rund 50 Millisekunden² und ist im Schnitt nach zehn bis zwanzig Sekunden wieder weg, wenn die Seite ihn nicht überzeugt.³ In diesem Fenster müssen vier Dinge klar sein: wer du bist, für wen, welches Problem du konkret löst, und was der nächste Schritt ist. Wenn er erst suchen oder nachdenken muss, ist er weg.
Die Kundin ist die Heldin, du bist der Guide
Die meisten Coach-Websites sind eine Autobiografie. Werdegang, Werte, Vision, und die Kundin kommt darin nicht vor. Eine verkaufsstarke Website dreht das um: Die Kundin ist die Heldin, du bist der Guide, der ihr Problem versteht und einen Plan hat. Donald Miller nennt das StoryBrand, im Kern ein ehrliches Verkaufsgespräch in Textform.
Viele Conversion-Ratgeber weichen an einer Stelle von dem ab, was du als Coach brauchst: Guide heißt nicht, deine Credentials zu verstecken. Im StoryBrand-Modell hat der Guide zwei Seiten, Empathie und Autorität. Die Autorität sind genau die Zahlen, Daten, Fakten: Qualifikationen, Ergebnisse, wie lange du das schon machst und für wen. Es geht nicht darum, sie wegzulassen, sondern sie an die richtige Stelle zu setzen, dorthin, wo die Kundin sich fragt, ob diese Person ihr Problem wirklich lösen kann.
Für deine wichtigen Seiten bedeutet das eine Dramaturgie statt einer Themenliste, auf der Startseite genauso wie auf der Angebots- und der Über-mich-Seite:
- Das Problem benennen, das offensichtliche und das darunterliegende. Eine Yogalehrerin verkauft nicht „beweglicher werden“, sondern „abschalten können, wenn Leistungsdruck und Taktung zunehmen“.
- Zeigen, dass du es verstehst und lösen kannst. Empathie und Autorität zugleich: erst das Gefühl spiegeln, dann die Credentials liefern, die belegen, dass du der richtige Mensch dafür bist.
- Einen klaren Plan geben. Schritt eins, zwei, drei. Menschen buchen, was sie sich als Ablauf vorstellen können.
- Zur Handlung auffordern. Direkt (jetzt Erstgespräch buchen) und, für die noch Zögernden, mit einem kleineren Schritt (in den Newsletter eintragen).
- Sichtbar machen, was sich ändert, wenn sie bucht, und was bleibt, wenn sie es nicht tut.
Diese Dramaturgie läuft auf jeder wichtigen Seite. Die Belege über dich brauchen dabei einen Hauptort, und das ist die Über-mich-Seite. Dort dürfen Credentials, Ergebnisse und Track Record am dichtesten stehen, ohne die Kundin zu langweilen, weil sie genau dafür dorthin kommt. Ein Teil davon, etwa „bekannt aus“, Logos oder eine zentrale Zahl, gehört zusätzlich in den Footer, damit er auf jeder Seite mitläuft.
Und genau diese Über-mich-Seite ist im GEO-Kontext deine Grounding Page: Dieselben Belege, die der Kundin Vertrauen geben, sind die Entitäts-Signale, an denen KI-Systeme erkennen, dass du eine reale, zitierfähige Autorität bist. Du baust sie einmal und bedienst beides, Menschen und Maschinen.
Die verkaufspsychologischen Bausteine, die fast immer da sind
Auf Coach-Websites, die konvertieren, tauchen fast immer dieselben Elemente auf. Einige lassen sich über Robert Cialdinis psychologische Trigger erklären:
- Sozialer Beweis: Testimonials mit konkreten Ergebnissen. „Gruppenprogramm von 12 auf 35 Teilnehmerinnen in zwei Launches“ schlägt „lebensverändernd“. Und der Ort zählt: Testimonials wirken neben der Aussage, die sie belegen, nicht in einem rotierenden Karussell (das niemand zu Ende liest) und nicht auf einer separaten Kundenstimmen-Seite, die kaum jemand öffnet.
- Autorität: Credentials, Zertifizierungen, „bekannt aus“, Zitate von Kolleginnen. Das, was eine charmante Über-mich-Geschichte gerade nicht liefert.
- Sympathie: echtes Branding, echte Fotos, eine Über-mich-Seite, die nach einem Menschen klingt und nicht nach einem Lebenslauf.
- Reziprozität: ein Freebie oder Quiz, das echten Wert gibt, bevor du etwas verlangst.
- Verknappung: ehrliche Verfügbarkeit. Warteliste, begrenzte Plätze, ein echtes Anmeldefenster. Kein erfundener Countdown.
- Verbindlichkeit: ein kleiner erster Schritt (Newsletter, Mini-Quiz), bevor der große kommt.
Texte, die nach dir klingen
Und dann der Baustein, den ChatGPT von allein nicht liefert: Texte, die nach dir klingen.
Wenn deine Seite klingt wie die nächsten fünfzig Coaches, die denselben Prompt benutzt haben, hat die Besucherin keinen Grund, ausgerechnet bei dir zu buchen.
Eine eigene Stimme ist ein Conversion-Faktor. Und gleichzeitig auch ein Differenzierungssignal für KI-Systeme, dazu unten mehr.
Und entgrau deine Stimme nicht, um mehr Leute zu erreichen. Wer dich an deiner Tonart erkennt, bucht eher und feilscht weniger, weil er das Gefühl hat, gemeint zu sein.
Drei Seiten tragen die Last
Good news: Du musst nicht zwanzig Seiten perfektionieren. Drei tragen die Conversion:
| Seite | Job |
|---|---|
| Startseite | Positionierung in Sekunden, ein klarer nächster Schritt |
| Über-mich | Vertrauen aufbauen, dich als Guide mit Credentials zeigen |
| Angebotsseite | Den Pfad zum Erstgespräch ebnen |
Wenn diese drei stehen, steht das Geschäft.
Den Verlust benennen, spätestens im letzten CTA
Zum Schluss noch ein Prinzip, das viele Coach-Seiten auslassen, weil es sich heikel anfühlt.
Menschen fürchten einen Verlust ungefähr doppelt so stark, wie sie sich über einen gleich großen Gewinn freuen. Kahneman und Tversky haben das beschrieben, und es ändert, wie du formulierst: Benenne nicht nur den Gewinn, sondern auch den Verlust, den die Kundin gerade erleidet.
„Mehr Anfragen über deine Website“ wird zu „Hör auf, qualifizierte Anfragen wegen einer Website zu verlieren, die nicht verkauft.“ Inhaltlich steht da dasselbe, emotional wirkt die zweite Variante stärker.
Vielleicht denkst du jetzt, auf den FOMO-Zirkus hast du keine Lust. Und ja: Das muss zu dir und deiner Marke passen.
Aber es ist am Ende Wording und Fingerspitzengefühl. Künstlich Knappheit erzeugen musst du nicht. Einen ehrlichen Verlust ohne Übertreibung benennen darfst du schon. Und solltest du. Es ist nur die Frage, ob es nach dir klingt oder nach Bro-Marketer.
Die ganz leise Variante geht nämlich auch: „Eine Website, die nicht verkauft, kostet dich jeden Monat Anfragen, von denen du nie erfährst.“ Siehst du? Gleicher Verlust, kein Zirkus.
Spätestens in den abschließenden Call-to-Action gehört dieser Gedanke. Benenne dort, was die Kundin verliert, wenn sie weitermacht wie bisher, am besten mit einer konkreten Zahl.
Früher auf der Seite geht auch, aber am Ende, wenn sie ohnehin vor der Entscheidung steht, sitzt er am sichersten.
Und nimm im selben Zug das Risiko aus dem Ja: ein kostenloses Erstgespräch, ein Pilotprojekt, transparente Preise.
Fünf Fehler, die fast jede Coach-Website macht
Ich auditiere regelmäßig Coach-Websites im DACH-Raum. Dieselben Fehler tauchen bei 8 von 10 auf, oft unabhängig davon, ob die Website 599 € oder 6.000 € gekostet hat.
1. Unklare Positionierung.
Above the fold steht „Coaching für Menschen, die mehr wollen“ statt „Business-Coaching für Solopreneurinnen in der Skalierungsphase“.
Mach den Test: Startseite öffnen, nicht scrollen. Erkennt ein Fremder in Sekunden, für wen die Seite ist und was du löst? Wenn nicht, klickt er weg. Und auch KI-Systeme bevorzugen die spezifische Variante.
Aber selbst wer Zielgruppe und Problem trifft, hört meist zu früh auf. Eine starke Positionierung sagt auch, WIE du arbeitest. Und genau dieses Wie unterscheidet dich von allen anderen, die dasselbe Problem für dieselbe Zielgruppe lösen.
Am schärfsten wird es dann, wenn dein Vorgehen sogar einen eigenen Namen trägt: Eine benannte Methode ist Unterscheidungsmerkmal und Entity-Signal in einem, an das KI-Systeme dich knüpfen können.
Das ist allerdings die Kür, nicht die Pflicht. Eine eigene benannte Methode wächst aus genug echten Projekten heraus, nicht aus einem kreativen Nachmittag. Wenn du noch am Anfang stehst, hast du sie eben noch nicht, und das ist völlig in Ordnung.
2. Beschreibende, akademische Texte.
Fachjargon, endlos lange Absätze, alles korrekt und niemand liest es. Eine Coach-Website ist kein Fachaufsatz, sie ist ein Verkaufsgespräch.
Knackige, sprechende Überschriften schlagen allumfassende Erklärungen über deine Methodik.
Das gilt auch für den Kern deines Angebots: „Ich arbeite mit einem zwölfwöchigen Prozess“ beschreibt, was du tust. „In zwölf Wochen führst du die Gespräche, vor denen du dich heute drückst“ zeigt, was sie davon hat.
Schreib das Ergebnis für die Kundin, nicht das Merkmal deiner Methode. Und bitte tu es im Aktiv und Präsens.
3. Kopfloser Aufbau statt Customer Journey.
Die Seiten reihen Themen aneinander, statt die Besucherin durch eine Dramaturgie zu führen. Es fehlen Problem, Empathie, Plan und ein klarer nächster Schritt. Bestenfalls hübsch zu lesen, aber ohne Sog.
4. Chaotisches Design und rätselhafte Nutzerführung.
Navigation hinter einem Hamburger-Icon auf dem Desktop, ein CTA, der wie ein Bild aussieht und den niemand anklickt, und eine fehlende Designhierarchie, durch die Wichtiges nicht als wichtig wahrgenommen wird und das Auge keinen Weg findet.
Hierarchie entsteht über Größe, Kontrast und Weißraum. Das Wichtigste ist das Auffälligste, Zusammengehöriges steht beieinander, und ein ruhiger Blickpfad führt zum nächsten Schritt.
Deine Besucherin hat tausende Websites gesehen und erwartet bestimmte Muster. Sitzt etwas nicht da, wo ihr Gehirn es erwartet, steigt die kognitive Last, und mit ihr sinkt das Vertrauen (Jakob Nielsen nennt das Jakob’s Law).
Konventionen sind hier kein Mangel an Kreativität, sondern Conversion-Faktor: anklickbare Elemente sehen anklickbar aus, Rot signalisiert Fehler, Grün Erfolg.
Und was sich von selbst bewegt, arbeitet meist gegen dich: automatische Slideshows, Autoplay-Videos und Dauer-Animationen ziehen Aufmerksamkeit ab, statt sie zu lenken.
5. Eine About-Seite, die nur eine Hälfte liefert.
Die Über-mich-Seite kippt fast immer in eine von zwei Richtungen. Entweder nur Wärme: „leidenschaftliche Coach und Mama“, eine nette Geschichte, aber keine Qualifikationen, keine Ergebnisse, keine Methodik.
Oder nur Lebenslauf: Credentials sauber aufgereiht, aber kein Problem, das du verstehst, und kein Mensch, mit dem man arbeiten möchte. Beides verfehlt die Seite, denn sie braucht beide Hälften zugleich: Empathie und Autorität.
Und genau diese Seite ist, wie oben gezeigt, deine Grounding Page für KI. Fehlt die Beweis-Hälfte, verlierst du nicht nur Menschen, sondern auch die KI-Systeme, die dich sonst zitieren würden.
WordPress, Claude Code oder Baukasten: die richtige Technik
Aus meiner Sicht ergeben 2026 zwei Wege Sinn.
WordPress mit einem Page Builder wie Divi oder Elementor bleibt der Klassiker. Volle Kontrolle über Seitenstruktur, Plugins und technische Optimierung.
WordPress betreibt über 43 % aller Websites weltweit⁴, das Ökosystem ist unschlagbar. Für Coaches, die ihre Website selbst pflegen wollen oder ein Team haben, das Content einpflegt, nach wie vor die beste Wahl.
Mit Claude Code gebaute Websites sind der zweite Weg, und für bestimmte Fälle der bessere. Die Ladezeiten sind kaum zu schlagen, der Code ist sauber, die Flexibilität enorm.
Zwei Einschränkungen: Cookie-Banner, Tracking und Datenschutz-Compliance sind noch nicht so einfach lösbar wie bei WordPress. Und du kannst Inhalte nicht so leicht selbst ändern wie in einem Page Builder. (Es sei denn, du kannst Claude Code – dann schon.)
Wenn du eine Website willst, die nichts tracken muss und alle Tools nativ baut, ist das aktuell die stärkste Option.
Baukasten (Wix, Squarespace) oder Canva empfehle ich nicht. Zu viele Einschränkungen bei Seitenstruktur und technischer Optimierung, und der Aufwand ist zu groß für etwas, das du nach kurzer Zeit sowieso ersetzt. Wer es ernst meint, geht direkt auf WordPress.
Dort hast du auch wenig Einfluss auf Ladezeiten. Die sollten generell bei höchstens 1-2 Sekunden liegen. Alles darüber kostet Besucher und Rankings.
Die dritte Schicht, die fast alle weglassen: GEO
Conversion und SEO, und die meisten hören da auf. 2026 kommt eine dritte Schicht dazu: Deine Website wird von KI-Systemen als Quelle erkannt und zitiert. Generative Engine Optimization. (Falls du das zum ersten Mal hörst, willkommen im Club.)
Das hat zwei Hälften, und die kleinere ist die technische: Schema Markup, llms.txt, Indexierung bei Bing, den ChatGPT und Perplexity für ihre Echtzeit-Suche nutzen. Pflichtprogramm, an einem Nachmittag erledigt.
Die meisten Coach-Websites haben davon nichts. Google hat dafür inzwischen einen offiziellen Leitfaden zur KI-Optimierung veröffentlicht, den die wenigsten Webdesigner kennen.⁵
Die größere Hälfte entscheidet, ob du überhaupt zitiert wirst, und sie hängt an genau den Dingen, um die es oben schon ging: an deiner Themenautorität (deckst du ein Thema in der Tiefe ab statt zwanzig zu streifen), an einer klar verorteten Entität (die About-Seite als Grounding Page mit Credentials und Person-Schema) und an einer eigenen Stimme.
Die Substanz, die deine Seite konvertieren lässt, ist dieselbe, die dich für KI-Systeme zitierfähig macht. Die Technik macht sie nur lesbar.
Schema sagt der KI, wer du bist. Ob sie dich empfiehlt, hängt davon ab, ob du etwas sagst, das es woanders nicht gibt.
Wie das im Detail funktioniert, also Schema, Answer-First-Struktur, Pillar-Spoke-Architektur und der Rest, steht im GEO-Guide.
Was Webdesign für Coaches 2026 kostet
Eine professionelle Coach-Website beginnt bei ca. 3.500 €, wenn Positionierung, Texte und Brand Design schon stehen. Mit SEO und GEO-Infrastruktur steigt sie auf 6.000 € bis über 10.000 €.
Ich habe acht Jahre lang Coach-Websites kalkuliert, gebaut und hinterher gesehen, welche davon Klienten gebracht haben und welche nicht. Die Spannen sind groß und hängen davon ab, was du mitbringst und was im Projekt noch passieren muss.
DIY mit YouTube und KI-Hilfe: technisch kostenlos, realistisch mehrere hundert Stunden. Das Ergebnis steht irgendwann da, aber weit entfernt von Conversion, SEO oder GEO. Die Website existiert, sie arbeitet nicht.
Budget-Dienstleister (500–2.000 €): ähnliches Problem, nur schneller. Ein Template, ein bisschen Text, fertig. Bringt keine Anfragen, weil weder Positionierung noch Conversion-Logik drinstecken. (Die meisten dieser Seiten werden nach einem Jahr still ersetzt.)
Professionelle Coach-Website (ab ca. 3.500–5.000 €): Hier fängt es an, wirksam zu werden. Ab ca. 3.500 €, wenn Positionierung, Werbetexte und Brand Design bereits stehen. Müssen die noch erarbeitet werden, steigt der Aufwand deutlich, weil das eigenständige strategische Arbeit ist.
Klare Positionierung in Texten und Nutzerführung, conversion-optimierte Texte, ein durchdachtes Design mit klarer Hierarchie. Dieses Fundament richtig zu legen ist viel Arbeit und hat entsprechend viel Wert.
Mit SEO-Optimierung (ab ca. 6.000–8.000 €): Keyword-Strategie, Content-Architektur, technisches SEO, Search Console, Bing Webmaster Tools.
Mit GEO-Infrastruktur (ab ca. 10.000 €): Schema Markup, Grounding Page, Pillar-Artikel, llms.txt, GEO-Audit. Das Gesamtpaket über alle drei Schichten.
Markensystem als GEO-Fundament, ohne Website-Bau (7.500 €): Du hast bereits eine funktionierende Website? Dann ist der Bau nicht dein Thema. Es geht um die Substanz darunter.
Das KI-Markenbrain ist das semantische Markensystem, aus dem KI-Sichtbarkeit erst entsteht: dokumentierte Markenklarheit, Themenarchitektur, Brand Voice, dazu die erste GEO-Implementierung. Es arbeitet nicht nur für GEO, sondern für jeden Content und jeden KI-Workflow danach.
| Typ | Investition | Conversion | SEO | GEO |
|---|---|---|---|---|
| DIY / YouTube + KI | Hunderte Stunden | ❌ | ❌ | ❌ |
| Budget-Dienstleister | 500–2.000 € | ❌ | ❌ | ❌ |
| Professionell (Basis) | ab 3.500–5.000 € | ✅ | ⚠️ Basis | ❌ |
| Professionell + SEO | ab 6.000–8.000 € | ✅ | ✅ | ❌ |
| Professionell + SEO + GEO | ab 10.000 € | ✅ | ✅ | ✅ |
| Markensystem + GEO-Fundament (Markenbrain) | 7.500 € | – | – | ✅ |
Richtwerte aus acht Jahren Coach-Webdesign. Jedes Projekt ist anders, je nachdem was du mitbringst.
(Die Coaching-Branche hat übrigens einen Hang dazu, 15.000 € in eine Mastermind zu stecken und 599 € für die Website, über die hinterher alle Kunden kommen sollen.)
Häufige Fragen zu Webdesign für Coaches
Brauche ich als Coach 2026 noch eine Website?
Ja. Deine Website ist der einzige Kanal, den du kontrollierst, und der einzige, auf dem du Positionierung, Conversion-Logik und KI-Sichtbarkeit selbst gestaltest. LinkedIn und YouTube sind starke Kanäle, aber gemietete Fläche.
Was kostet eine professionelle Coach-Website?
Ab ca. 3.500 €, wenn Positionierung, Texte und Brand Design stehen. Sobald strategische Vorarbeit dazukommt, ab 4.000–5.000 €. Mit SEO ab 6.000–8.000 €, mit GEO-Infrastruktur ab ca. 10.000 €. Wer schon eine funktionierende Website hat, braucht keinen Neubau. Das Thema ist dann das semantische Fundament darunter: das KI-Markenbrain (7.500 €).
Brauche ich als Coach einen Blog?
Nicht im klassischen Sinn. Du brauchst strategischen Content: einen Pillar-Artikel zu deinem Kernthema und 3–5 Spoke-Artikel, die ihn vertiefen. Weniger Frequenz, mehr Architektur. Ein gut gebauter Fachartikel mit Tiefe und Quellen hat für Google und KI-Systeme mehr Wert als 50 Kurzbeiträge.
Was ist eine Grounding Page?
Deine About-Seite, aufgebaut als Entitäts-Anker: vollständige Credentials, klare Themenverortung, Person-Schema mit sameAs-Links. Der Ort, an dem KI-Systeme prüfen, ob du eine reale, zitierfähige Person bist. Die meisten Coach-Websites haben stattdessen „Ich bin leidenschaftliche Coach und Mama“. → Mehr zu GEO für Coaches
Deine Coach-Website ist entweder Infrastruktur oder Deko.
Eine hübsche Website, die niemand findet und auf der niemand bucht, ist Deko. Eine Website, die überzeugt, gefunden wird und zitiert wird, ist Infrastruktur. Sie arbeitet für dich, bei Google, bei ChatGPT und an einem Dienstagnachmittag, an dem du etwas Besseres zu tun hast.
Genau das baue ich bei Digital Bohemienne: Coach-Websites, die Besucher überzeugen, bei Google ranken und von KI-Systemen zitiert werden.
Umgesetzt entweder in WordPress mit Divi oder mit Claude Code in HTML, CSS und JavaScript. Was in deinem Fall besser passt, klären wir im Erstgespräch, zusammen mit der Frage, ob wir zueinander passen.
Kostenloses Tête-à-Tech-Gespräch
20 Minuten, in denen ich auf deine Website schaue und einordne, was sie für Conversion, SEO und GEO braucht. Kein Pitch.
Über die Autorin
Raphaela Ayriss ist KI-Markenarchitektin, Webdesignerin und Gründerin von Digital Bohemienne. Sie baut semantische Markensysteme und GEO-Infrastruktur für etablierte Online-Coaches im DACH-Raum. Ihr Hintergrund: 20+ Jahre Marketing und Branding (u.a. Deutsche Telekom), M.A. in Global Media & Communication mit Schwerpunkt Markenführung (University of Warwick), 8 Jahre conversion-fokussierte Webentwicklung für Coach-Marken.
→ Mehr über Raphaela | LinkedIn
Quellenverzeichnis
- Pew Research Center (2025): „Google users are less likely to click on links when an AI summary appears in the results.“ → pewresearch.org
- Lindgaard, G. et al. (2006): „Attention web designers: You have 50 milliseconds to make a good first impression!“, Behaviour & Information Technology 25(2), 115–126. Zusammengefasst bei NN/g: → nngroup.com
- Nielsen Norman Group (2011): „How Long Do Users Stay on Web Pages?“ → nngroup.com
- W3Techs (2026): „Usage statistics of content management systems.“ → w3techs.com
- Google (2025): „AI-Optimierung: Leitfaden für Entwickler.“ → developers.google.com

