Mitgedacht
Bei mir wird nicht bestellt. Bei mir wird gewünscht.
Bei den meisten Webdesignerinnen bekommst du, was auf dem Bestellzettel steht. Fünf Seiten, Farben nach Wahl, Kontaktformular. Alles, was nicht draufsteht, ist dein Problem.
Blöd nur: Das merkst du erst, wenn die Seite live ist und etwas fehlt, von dem du gar nicht wusstest, dass es existiert. (Hallo, Widerrufsbutton.)
Bei mir sagst du, was du willst. Und ich sage dir vor dem Angebot, was noch fehlt, damit die Seite verkauft, gefunden wird und dir rechtlich keinen Ärger einbrockt, den man hätte sehen können.
Das kann ich aus 20 Jahren Marke, 8 Jahren Web und ziemlich viel gelesenem Kleingedruckten dazwischen.
Ich denke dabei dein Business mit und nicht nur die Seite: Was bietest du an, wie kommt jemand zu dir, was muss sie vorher wissen? Es kommt übrigens öfter vor, dass jemand danach das eigene Angebot umbaut. (Ich verlange das nicht. Es fällt beim Draufschauen einfach auf.)
Du musst also gar nicht wissen, was alles dazugehört. Nur entscheiden, was davon du willst.
Und blöde Fragen gibt es bei mir nicht. Wirklich nicht. (Die, die du dich bisher nicht getraut hast zu stellen, sind meistens sogar die besten.)
Was immer drin ist, ohne dass du es bestellst: die Datenschutz-Grundausstattung. Ein Cookie-Banner, der blockt statt nur zu dekorieren. Schriften lokal statt von Google-Servern. Formulare mit den richtigen Hinweisen. Eine Datenschutzerklärung, die zu dem passt, was die Seite wirklich tut.
Eigentlich würde ich das nicht mal erwähnen, so selbstverständlich ist es. Dann schaue ich mir Websites an und stelle fest: offenbar nur für mich.
Worauf ich dich hinweise, bevor du es brauchst (und was du dann dazunehmen kannst oder auch nicht):
- Widerrufsbutton, sobald du von deiner Website aus Angebote verkaufst. Auch dann, wenn der Kauf über ein Zahlungstool läuft. Verkaufst du dort unter deinem Namen, gehört der Button auf deine Seite.
- Kündigungsbutton, sobald du Mitgliedschaften oder Abos unter eigenem Namen verkaufst. Seit 2022 Pflicht. Fehlt trotzdem auf gefühlt jeder zweiten Seite.
- HWG und Werberecht, wenn du im Gesundheitsbereich arbeitest. Das bekommt gleich einen eigenen Abschnitt, es hat ihn sich verdient.
- Positionierung, wenn sie noch nicht klar ist. Kein Grund, nicht anzufangen. Dann erarbeiten wir sie eben vorher. Was fehlt, erfährst du im Reality Check.
- Google und KI, wenn du gefunden werden willst und nicht nur existieren. Du erfährst, was das Basispaket kann und was der Ausbau bringt. Dann entscheidest du.
Rechtsberatung ist das alles nicht, und deine Anwältin darf gern drüberschauen. (Ein Kunde hat seine Website kürzlich extern prüfen lassen. Ergebnis: nichts zu beanstanden. Ich habe mich sehr unauffällig gefreut.)